Das erste Auto Opel Kadett 1.2 S Limousine

Das erste Auto

Schon als kleiner Junge interessierte ich mich für Autos. Ich kannte jedes Modell. Da war es keine Frage, nach der Schule eine Lehre als Kfz-Mechaniker zu beginnen. Und die Ausbildungszeit war wirklich toll. Autos von morgens bis abends, und jeden Tag gab es etwas dazu zu lernen. Allerdings durfte man natürlich ohne Führerschein kein Auto fahren. Keinen Zentimeter. Da verstand der Lehrmeister keinen Spaß. So begann ich schon vor dem 18. Geburtstag mit dem Führerschein. Und wie das in einem Autohaus so ist, einer der Gesellen hatte ein Auto abzugeben, welches er eigentlich selbst hatte fit machen wollen. Eine zehn Jahre alte Opel Kadett 1.2 S Limousine in Jamaikabeige. Der Wagen sah wunderbar aus, hatte aber rostige Problemzonen. An den Feierabenden wurden diese Stück für Stück beseitigt. Donnerstags nach Feierabend durften die Mitarbeiter die Werkstatt schließlich für Arbeiten an ihren eigenen Autos nutzen. Mit Kollegenhilfe wurde der Kadett schließlich rechtzeitig zur Führerscheinprüfung fertig. Da stand es nun, das erste Auto, und versprach unbegrenzte Mobilität. Mit seinen 60 PS war er etwas behäbig, aber der Fahrspaß war gewaltig.

Mit meinem Vater unternahm ich bald mutig meinen ersten Sonntagsausflug ins Sauerland. Was für ein Gefühl, so weit mit dem eigenen Auto zu fahren. Schon kurz darauf ging es in die nahe gelegenen Großstädte, nach Köln und nach Düsseldorf. Der Kadett erwies sich als durstiger aber treuer Begleiter auf meinen frühen Reisen. Zum Schrecken meiner Eltern fuhr ich gerne am Freitagnachmittag im dichten Verkehr nach Frankfurt, denn dort gab es eine tolle Buchhandlung für Autobücher. Die Mobilität war einfach grandios! Auch wenn der Kadett oft am Donnerstagabend in die Werkstatt rollte, das erste Auto vergisst man nie.

Bernd R.

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